Neuer Bildungsgang an der Bertha-Benz-Schule
Praxisnahes Lernen, bedarfsgerechte Unterstützung, individuelle Förderung – mit einem Kooperationsvertrag zwischen der Luise Leininger Schule, deren Kooperationsschulen der sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren (SBBZ) aus dem Landkreis Sigmaringen und der Bertha-Benz-Schule wurde der Bildungsgang AVD-K an der Bertha-Benz-Schule eingerichtet. Mit der Vertragsunterzeichnung wird die bereits seit vielen Jahren bestehende Zusammenarbeit in diesem Bereich auf eine neue Grundlage gestellt. Schulleiter Ottmar Frick freute sich in der Bertha-Benz-Schule gemeinsam mit Andrea Reichel, der Schulleiterin der Luise-Leininger-Schule, Stephan Issig, dem Abteilungsleiter, der Fachbereichsleiterin des AVdual Diana Müller und den SBBZ-Schulleiterinnen aus Gammertingen, Mengen, Meßkirch und Pfullendorf den Vertrag unterzeichnen zu dürfen.
Im Bildungsgang AVD-K erhalten Schülerinnen und Schüler mit Förderbedarf die Chance aufzuholen und sich die gleichberechtigte Teilhabe an der Gesellschaft zu ermöglichen. Der Bildungsgang ist zweistufig angelegt. In der 9. Klasse werden die Schülerinnen und Schüler weiter in den sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren unterrichtet und lernen an einem Praxistag pro Woche in den Werkstätten der Bertha-Benz-Schule. Hier sammeln sie praktische Erfahrungen in verschiedenen Berufsfeldern der Metalltechnik, der Nahrung und der Hauswirtschaft. Nach der 9. Klasse wechseln die Schülerinnen und Schüler an die Bertha-Benz-Schule. In enger Kooperation zwischen den Lehrerinnen und Lehrern der SBBZ-Kooperationsschulen, der Bertha-Benz-Schule und den AVdual-Begleiterinnen werden sie auf die AVdual-Abschlussprüfung vorbereitet, mit der sie einen dem Hauptschulabschluss gleichwertigen Bildungsstand erreichen. Begleitet wird die Schulausbildung durch Praktika in verschiedenen Ausbildungsbetrieben. Durch klare Zielvereinbarungen, Lernbegleitung und individuelle Förderung erreichen viele Schülerinnen und Schüler ihre Ziele und starten danach in eine duale Ausbildung oder in eine weiterführende Schule. „Dies ist eine Investition in die Zukunft unserer Schülerinnen und Schüler, aber vor allem auch eine Investition in die Zukunft einer Gesellschaft, die Teilhabe für alle möglich macht.“, betonte Andrea Reichel von der Luise Leininger Schule.
